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ASTRAZENECA IMPFUNG

AstraZeneca - ein guter Impfstoff

Nach öffentlichen Äußerungen von Ärzten, Schlagzeilen in der Zeitung und Beiträgen in Funk und Fernsehen besteht eine große Unsicherheit in der Bevölkerung, was den Impfstoff von AstraZeneca angeht. Die geht sogar so weit, dass viele Menschen, die einen Impftermin bekommen, die Impfung ablehnen, weil sie auf den mRNA-Impfstoff von BioNTech oder Moderna warten wollen. Statt so schnell wie möglich die Bevölkerung zu großen Teilen zu Impfen, sind die Impfzentren teilweise fast leer, wenn der BioNTech-Impfstoff verimpft ist, obwohl noch hunderte AstraZeneca-Impfungen vor Ort sind. Die werden jedoch von vielen angefragten Personen abgelehnt.

Diese Ängste müssen für das Ziel einer zeitnahen Normalisierung des Alltags dringend abgebaut werden. Das soll dieser Artikel tun.

1. Der Impfstoff von AstraZeneca schützt vor schweren Verläufen und Todesfällen.

In keiner der Studien mit AstraZeneca mussten Patienten, die eine Impfung erhalten hatten mit schweren Covid-19-Verläufen ins Krankenhaus oder sind an AstraZeneca verstorben. Die wichtigste Anforderung eines Impfstoffes erfüllt der Impfstoff von AstraZeneca also sehr gut.

(Paul-Ehrlich-Institut – Meldungen – Sicherheit und Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs AstraZeneca (pei.de))
AstraZeneca: Kein Impfstoff zweiter Klasse | ZEIT ONLINE

2. Die Wirksamkeit kann bei langem Intervall über 80% betragen

Nachdem die Wirksamkeit zunächst mit 64% angegeben war, zeigen neue Studien deutlich bessere Daten. Wenn die zweite Impfung mindestens 12 Wochen nach der ersten Impfung gegeben wird, steigt die Wirksamkeit auf 81%. Die bisherigen Empfehlungen waren, die zweite Dosis nach 9-12 Wochen zu impfen, die wird aber voraussichtlich verändert werden.

COVID-19: Längeres Dosierungs­intervall scheint Wirkung von… (aerzteblatt.de)
Astra-Zeneca-Impfstoff: Drei Monate Impfabstand besser als sechs Wochen | PZ – Pharmazeutische Zeitung (pharmazeutische-zeitung.de)

3. Er verringert das Risiko von Ansteckungen

Genau wie bei den mRNA-Impfstoffen lassen die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen darauf schließen, dass die Übertragung des Virus von einer Person auf die andere deutlich reduziert, vielleicht sogar verhindert wird.​

Astrazeneca-Impfstoff wirkt wohl gegen Virus-Übertragung – Panorama – SZ.de (sueddeutsche.de)

4. Er wirkt auch gegen Mutationen

Ein weiteres wichtiges Argument gegen AstraZeneca waren die Ergebnisse der Studie in Südafrika. Hier zeigte sich, dass die Impfung nur zu 21,9% gegen leichte und moderate Verläufe schützte. Aber keiner aus der Gruppe der Geimpften hatte einen schweren Verlauf und musste ins Krankenhaus oder ist gestorben. Das heißt, die Impfung schützt zwar schwächer, aber eben nicht garnicht. Und das ist doch der wichtigste Punkt einer Impfung: Schutz vor schwerer Krankheit und Tod. Auch die Grippe-Impfung schützt nicht gegen jegliche Infektion, sondern eben nur gegen schwere Verläufe. Bei der Großbritannien-Variante konnte kein Unterschied in der Wirksamkeit festgestellt werden. Und das ist die Variante, die in Europa auf dem Vormarsch ist. Die Südafrika-Variante macht hierzulande nur einen sehr kleinen Teil der Infektionen aus.

Wer das Ergebnis genauer verstehen will: In der Studie wurden 750 Patienten nach der Impfung mit 717 Patienten ohne Impfung verglichen. Ob die Geimpften bereits beide Dosen oder nur eine erhalten hatten, ist dabei unklar. In diesen Gruppen wurde nun die Anzahl an leichten und mittelschweren Erkrankungen verglichen. 23 Patienten in der Placebo-Gruppe (3,2%), 19 Patienten in der Impfgruppe (2,5%). Das klingt wie ein nur kleiner Unterschied, bedeutet aber einen Schutzwert (Vaccine-Efficacy) von 21,9% gegen leichte und mittelschwere Erkrankungen. Genaue Aussagen zu schweren Verläufen lassen sich aufgrund der kleinen Anzahl an Probanden noch nicht machen, die Ergebnisse lassen aber vermuten, dass der Schutz dagegen gut ist.

Außerdem ist der Gesundheitsgrad der Studienteilnehmer zu beachten. 45% der Teilnehmer sind Raucher, deutlich mehr als in Europa. Und Südafrika ist einfach ein ärmeres Land, die Grundkonstitution der Bevölkerung ist insgesamt schlechter als bei uns. Auch das muss bedacht werden, wenn man die Ergebnisse interpretiert.​

COVID-19-Impfstoff von Astrazeneca schützt auch vor der britischen… (aerzteblatt.de)

5. Der T-Zell-vermittelte Teil der Immunantwort ist nicht schwächer

Während die Antikörper-Antwort vor allem bei der Südafrika-Variante abgeschwächt ist, und deshalb auch die leichten Erkrankungen auftreten, ist ein zweiter Teil der Immunantwort unbeeinträchtigt: Die T-Zellen.

T-Zellen erkennen vereinfacht gesagt das Virus wieder, sie „erinnern“ sich daran. Dann werden andere Zellen des Immunsystems „aufgeweckt“ die wiederum eine Extraportion Antikörper produzieren, wieder andere T-Zellen zerstören befallene Zellen und verhindern so die schnelle Ausbreitung und Vermehrung. So kommt es zwar zunächst zu einer leichten Erkrankung, die T-Zell-vermittelte Immunantwort verhindert aber einen schweren Verlauf. Und diese T-Zell-Immunität trifft auch die Mutationen des Virus.

(76) Coronavirus-Update: AstraZeneca-Impfstoff besser als sein Ruf | NDR.de – Nachrichten – NDR Info

6. Warum ist er für über 65-jährige nicht zugelassen?

Für die Zulassung in der EU gelten sehr strenge Standards. In den Studien waren nicht ausreichend Daten zu Patienten in dieser Altersgruppe vorhanden, deshalb erfolgte die Zulassung nur für Jüngere. In Großbritannien, wo auch alte Menschen mit dem Vakzin geimpft werden, zeigt sich eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit auch in dieser Altersgruppe.

Corona-Impfstoff von Astra Zeneca: AZD1222 erzeugt robuste Immunität auch bei Senioren (deutsche-apotheker-zeitung.de)

7. Die Nebenwirkungen sind nicht außergewöhnlich

Nach Impfung mit AstraZeneca treten häufig Impfreaktionen auf. Diese spiegeln die Reaktion des Körpers auf den Impfstoff wider, man könnte sagen, man sieht das Immunsystem bei der Arbeit. Diese Impfreaktionen reichen von Druckschmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle Kopfschmerzen über Gliederschmerzen, Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl. Die Symptome sind von kurzer Dauer, in den meisten Fällen verschwinden sie im Laufe des Folgetages wieder, selten erst am zweiten Tag.

Nebenwirkungen bei Impfungen sind nicht außergewöhnlich oder beunruhigend, nur für die Dauer des Vorliegens unangenehm.

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MUTATIONEN

Mutationen -
was passiert dabei und wie gefährlich sind sie?

Seitdem im Dezember 2020 erstmals über die in Großbritannien aufgetretene Mutation B1.1.7. berichtet wurde, sind Mutationen Teil von vielen Diskussionen. Machen sie das Virus gefährlicher oder ansteckender? Werden sie von Tests erkannt? Wirkt die Impfung auch gegen Mutationen?

Was sind Mutationen?

Schauen wir uns zunächst an, was „Mutation“ bedeutet: Eine Mutation ist eine Veränderung des Erbgutes. Neben Spontanmutationen, die ohne besonderen Grund entstehen, gibt es auch Mutationen aufgrund von chemischen Substanzen oder Strahlung (wie z.B. UV-Strahlung oder radioaktiver Strahlung).

Mutationen finden in der Natur ständig statt. Wenn sie zu einem Vorteil beim Überleben führen, verbreiten sie sich häufig. Wir erinnern uns an die durch Darwin beschriebenen Grundlagen der Evolutionstheorie. Er analysierte Vögel von den Galapagosinseln. Dort herrscht eine Knappheit an Nahrung. Irgendwann wurde durch eine zufällige Mutation auf einer Insel ein Fink mit einem breiteren, kräftigeren Schnabel geboren, der so nicht nur Samen fressen konnte, sondern auch Nüsse knacken konnte. So hatte er ein größeres Nahrungsangebot und einen Überlebensvorteil. Seine Nachfahren, die ebenfalls einen breiten Schnabel hatten, hatten auch in den Nachfolgegenerationen diesen Vorteil und breiteten sich aus. Die Nachkommen der Vögel, denen dieser Vorteil fehlte, wurden nach und nach verdrängt. Auf einer anderen Insel fand sich vielleicht mehr Nahrung in Spalten von Bäumen oder Felsen. Dort war ein länglicher Schnabel von Vorteil, der durch eine zufällige Mutation entstand, weshalb sich auf dieser Insel eben ein länglicher Schnabel durchsetzte.

Ähnlich muss man sich die Mutationen bei Viren vorstellen. Viren, die aufgrund von Mutationen schlechter durch das Immunsystem beseitigt werden können, oder sich schneller von Mensch zu Mensch ausbreiten, haben einen Selektionsvorteil. Im Laufe der Zeit nimmt der Anteil der so mutierten Viren zu. Dann muss sich auch das Immunsystem anpassen und beispielsweise neue, passendere Antikörper bilden.

Auf molekularer Ebene werden bei einer Mutation Bausteine der DNA (bzw. bei Viren RNA), sogenannte Basen oder Nukleotide, ausgetauscht. Dies kann auf beliebiger Länge der DNA passieren, angefangen bei einzelnen Basen bis hin zu ganzen Genabschnitten oder Chromosomen.

Nicht immer haben diese Mutationen Folgen. Es gibt sogenannte stumme Mutationen, bei denen trotz Mutation die codierte Erbinformation nicht verändert wird. Ein bisschen so, als würde man statt Lücke „Luecke“ schreiben. Der Wortsinn verändert sich nicht. Was genau ist nun bei den Mutationen von SARS-Cov-2 in Großbritannien, Südafrika und Brasilien passiert, und was bedeutet das für uns?

Mutationen Bild 01

Auf molekularer Ebene werden bei einer Mutation Bausteine der DNA (bzw. bei Viren RNA), sogenannte Basen oder Nukleotide, ausgetauscht. Dies kann auf beliebiger Länge der DNA passieren, angefangen bei einzelnen Basen bis hin zu ganzen Genabschnitten oder Chromosomen.

Nicht immer haben diese Mutationen Folgen. Es gibt sogenannte stumme Mutationen, bei denen trotz Mutation die codierte Erbinformation nicht verändert wird. Ein bisschen so, als würde man statt Lücke „Luecke“ schreiben. Der Wortsinn verändert sich nicht. Was genau ist nun bei den Mutationen von SARS-Cov-2 in Großbritannien, Südafrika und Brasilien passiert, und was bedeutet das für uns?

Mutationen Bild 01

Was für Mutationen sind bei SARS-Cov-2 wichtig?

Die wichtigsten Mutationen sind aktuell die, die das S-Gen, das Spike-Protein betreffen. Zur Erinnerung: Das Spike-Protein ist der Teil, der aussieht wie Stacheln auf der Außenseite des Virus. Dieser Teil bindet an Rezeptoren an unseren Zellen, und ist notwendig, damit das Virus in unsere Zellen gelangt, wo es vermehrt wird. Wird dieses Protein verändert, kann das die Bindungsfähigkeit beeinflussen, d.h. es kann stärker oder schwächer binden. Probleme machen uns die Mutationen, die dafür sorgen, dass es stärker bindet. Das erhöht dann nämlich die Infektiosität, also die Fähigkeit zur Ansteckung. In Ländern, in denen viel sequenziert wird, d.h. in denen sich genau angeschaut wird, um welche Varianten von SARS-Cov-2 es sich handelt, verdrängt die B.1.1.7. Mutation, bei der das der Fall ist, die bisherige Variante.

Dadurch steigt auch der R-Wert, d.h. eine infizierte Person steckt wieder mehr Menschen an. Und wenn der R-Wert größer als 1 ist, steigt die Zahl der Infizierten von Tag zu Tag, statt zu sinken. Und das macht Lockerungen der Kontaktbeschränkungen unwahrscheinlicher.

Werden die Impfungen durch die aktuellen Mutationen unwirksam?

Eine Veränderung des Spike-Proteins kann die Wirksamkeit von Antikörpern verändern. Auch die binden nämlich dort. Wenn die Struktur des Proteins so weit verändert wird, dass der Antikörper nicht mehr passt, wird er wirkungslos. Das könnte dazu führen, dass beispielsweise ein Impfstoff weniger wirksam oder sogar nutzlos wird. Erleichternd ist: Um wieder einen wirksamen Impfstoff zu haben, muss dann „nur“ die Impfstoff-mRNA an den mutierten Stellen verändert werden bzw. die neue Information in den Vektor eingebaut werden, das ist technisch kein allzu großes Problem. Inklusive Studien und Zulassungsverfahren würde das aber wieder mindestens 5 Monate dauern. Das würde bedeuten, dass ähnlich wie beim Grippeimpfstoff jedes Jahr ein „neuer“ etwas veränderter Impfstoff auf den Markt kommen müsste, um gegen die aktuell vorherrschende Variante wirksam zu sein.

Aktuell sind drei Mutationen interessant, weil sie sich relativ schnell verbreiten: Die Großbritannien-Variante, die Südafrika-Variante und die Brasilien-Variante. Da die Impfstoffe weltweit eingesetzt werden, konnten auch schon Studien zu diesen Mutationen gemacht werden. Die ersten Ergebnisse der Studien zeigen, dass sowohl die AstraZeneca-Impfung mit einem Vektor-Impfstoff als auch die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna bei der Großbritannien-Variante immer noch eine gute Wirksamkeit zeigen. Das heißt, die Stelle, an die die durch die Impfung gebildeten Antikörper binden, nicht so verändert ist, als dass die Antikörper nach der Impfung nicht mehr binden können.

Bei der Südafrika-Variante ist es etwas anders. Die Studien zeigen, dass es bei der Impfung (die in Südafrika vor allem mit AstraZeneca durchgeführt wird) zwar keine schweren Verläufe oder Todesfälle gab, aber es nur wenig vor leichten bis mittelschweren Verläufen schützt. Um das zu verdeutlichen: Trotz Impfung hatten viele Menschen, die sich mit SARS-Cov-2 infiziert haben beispielsweise Halsschmerzen oder Kopfschmerzen, vielleicht sogar Gliederschmerzen oder ein „Grippe-Gefühl“ mit Fieber, so dass sie einen Tag oder zwei zu Hause bleiben mussten. Der wichtige Punkt ist aber: Es musste niemand ins Krankenhaus, und es ist niemand verstorben. Das Hauptziel der Impfung, nämlich das Verhindern von schweren Verläufen und Todesfällen wurde also trotzdem erreicht.

Werden die Mutationen von den Tests erkannt?

So gut wie alle Antigentests testen auf einen Abschnitt auf dem N-Gen, also im Inneren der Zelle. Die meisten Mutationen betreffen aber, wie wir gesehen haben, das S-Gen, das Spikeprotein. Deshalb erkennen die Tests auch die bisherigen Mutationen gut. Man muss also keine Sorge haben, die Zuverlässigkeit der Tests sei geringer als bisher.

Die Großbritannien-Variante B.1.1.7. im Überblick

Bei der Variante liegen über 20 Mutationen im Vergleich zum bislang dominierenden Wildtyp vor.

Alleine 8 Mutationen betreffen das S-Gen (Spike-Protein). Eine der Mutationen, die N501Y, sorgt nun für eine verbesserte Bindung des Virus, an den Rezeptor. Sechs der Mutationen gehören zu den oben erläuterten stummen Mutationen, das heißt, sie verursachen keine Strukturveränderung des Virus. Eine der Mutationen, die E484K-Mutation, sorgt für eine sogenannte Immunevasion, d.h. durch sie „entkommt“ das Virus der Immunabwehr, weil die Antikörper schwächer oder gar nicht mehr binden können. Diese Mutation liegt auch bei der südafrikanischen und der brasilianischen Variante vor.

Britische Variante der Mutationen
Britische Variante der Mutationen

So gut wie alle Antigentests testen auf einen Abschnitt auf dem N-Gen, also im Inneren der Zelle. Die meisten Mutationen betreffen aber, wie wir gesehen haben, das S-Gen, das Spikeprotein. Deshalb erkennen die Tests auch die bisherigen Mutationen gut. Man muss also keine Sorge haben, die Zuverlässigkeit der Tests sei geringer als bisher.

Die Großbritannien-Variante B.1.1.7. im Überblick

Bei der Variante liegen über 20 Mutationen im Vergleich zum bislang dominierenden Wildtyp vor.

Alleine 8 Mutationen betreffen das S-Gen (Spike-Protein). Eine der Mutationen, die N501Y, sorgt nun für eine verbesserte Bindung des Virus, an den Rezeptor. Sechs der Mutationen gehören zu den oben erläuterten stummen Mutationen, das heißt, sie verursachen keine Strukturveränderung des Virus. Eine der Mutationen, die E484K-Mutation, sorgt für eine sogenannte Immunevasion, d.h. durch sie „entkommt“ das Virus der Immunabwehr, weil die Antikörper schwächer oder gar nicht mehr binden können. Diese Mutation liegt auch bei der südafrikanischen und der brasilianischen Variante vor.

Der mRNA-Impfstoff von BioNTech und der von Moderna wirkt nach bisherigen Untersuchungen aber auch gegen diese Variante.

Es scheint bisher so, als ob auch das Sterberisiko höher sei. Der Anteil an Verstorbenen unter den mit B.1.1.7. Infizierten ist höher, als bei den mit dem bisherigen Typ Infizierten.

Aktuell bekannte Folgen:

  • Die Ansteckungsfähigkeit ist höher.
  • Sowohl die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna als auch der Vektorimpfstoff von AstraZeneca sind wirksam.
  • Es kann zu Zweitinfektionen nach einer bereits durchgemachten Infektion kommen.
  • Möglicherweise ist die Sterberate höher.
  • Der Anteil von B.1.1.7. an der Gesamtzahl der Infizierten steigt an.

Die Südafrika-Variante B.1.351 im Überblick

Hier liegen 8 Veränderungen am S-Gen vor. Auch hier liegt die E484K-Mutation am Spike-Protein vor, die die Bindung an Antikörper verschlechtert und die N501Y, die die Bindung an den Rezeptor zum Eintritt in die Zelle verbessert.

Der Vektorimpfstoff von AstraZeneca scheint in einer in Südafrika durchgeführten Studie nur eine geringe Wirksamkeit zu haben, schwere Verläufe werden aber nach wie vor verhindert. Leichte und mittelschwere Erkrankungen scheint er jedoch nicht zu verhindern. Ähnliches gilt für die mRNA-Impfstoffe von BioNTech und Moderna, hier stehen weitere Studien noch aus.

Moderna entwickelt bereits einen Impfstoff spezifisch gegen B.1.351., der als Booster gegeben werden kann, d.h. nach einer bereits erfolgten Impfung.

Aktuell bekannte Folgen:

  • Die Ansteckungsfähigkeit ist höher.
  • Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer wirkt fast so gut wie bei bisherigen Varianten, der Impfstoff von Moderna wirkt schlechter, bietet aber immer noch einen Schutz, der Impfstoff von AstraZeneca bietet kaum Schutz vor leichten Erkrankungen, voraussichtlich aber Schutz vor schweren Erkrankungen und Todesfällen.
  • Es kann zu Zweitinfektionen nach einer bereits durchgemachten Infektion kommen.
  • Ein wirksamer Impfstoff ist bereits in der Entwicklung und könnte als Ergänzung zur bisherigen Impfung fungieren.
  • Noch macht diese Variante einen kleineren Teil aus als die Großbritannien-Variante, aber auch hier wächst der Anteil.

Die Brasilien-Variante B.1.1.28. und der Abkömmling P1 im Überblick

Es liegen 10 Veränderungen am S-Gen vor. Eine der Mutationen am Spike-Protein ist ebenfalls die E484K-Mutation, die die Bindung an Antikörper verschlechtert. Noch ist diese Variante in Deutschland nur selten nachgewiesen.

Aktuell bekannte Folgen:

  • Die Ansteckungsfähigkeit ist höher.
  • Die bisherigen Impfstoffe wirken wie bei der Südafrika-Variante.
  • Es kann zu Zweitinfektionen nach einer bereits durchgemachten Infektion kommen.

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SCHNELLTESTS

Sinn und Unsinn von Coronatests für Jedermann – Wie bekommt man ein verlässliches Ergebnis?

Seit dem Sommer gehören sie für uns dazu: Corona-Tests. Spätestens seitdem sich Urlaubsdestinationen während des Aufenthaltes dort in Risikogebiete verwandelten und wir bei der Einreise in Deutschland am Flughafen oder auf Grenzautobahnen verpflichtet waren, uns testen zu lassen, waren sie in den Köpfen der Gesellschaft angekommen. Nachdem zuerst nur an den Flughäfen oder Bahnhöfen Testzentren für Urlaubsrückkehrer standen, und Patienten bei Aufnahme ins Krankenhaus getestet wurden, öffneten nach und nach eine Vielzahl auch privater Testzentren. Dies blieb nicht ohne Kritik. „Die nehmen denen, die sie benötigen die Testkapazitäten weg!“ oder „die Tests sind viel zu unsicher“ war zu hören und zu lesen. Doch stimmt das wirklich? Wie sinnvoll sind Tests für jedermann und was können sie leisten?

Zunächst zur wohl moralischsten Frage:

Stimmt es, dass die Schnelltests, die von privaten Testzentren gekauft werden, denen fehlen, die sie dringend brauchen wie Alten- oder Pflegeheimen?

Dies kann man klar verneinen. Zu Beginn der Pandemie waren die Tests knapp, schließlich mussten alle neu entwickelt und zugelassen werden. Mittlerweile ist das Angebot jedoch so riesig, dass es riesige Lagerbestände gibt. In Alten- und Pflegeheimen stehen jedem Bewohner 30 Tests pro Monat zu und diese Menge ist problemlos zu beschaffen. Die Problematik liegt dort eher im Aufwand der Testungen und dem oft knappen Personal.

Kommen wir zur nächsten wichtigen Frage:

Was gibt es überhaupt für Tests und wie sicher sind die Ergebnisse? ​

​PCR-Tests (Polymerase-Chain-Reaction)
Die PCR wird in der Medizin als Goldstandard bezeichnet. Das bedeutet, für Mediziner ist das der bevorzugte, weil bewährteste Test. Man bezeichnet ihn auch als direkten Test, da er das Virus selbst nachweist. Bei diesem Test wird das Erbgut des Virus isoliert, die sogenannte RNA. Sie ist nicht mit der DNA zu verwechseln, auf der bei allen Lebewesen das Erbgut kodiert ist. Im Gegensatz zur RNA, die im Grunde aussieht wie ein einzelner Spiralstrang, liegt die DNA immer als Doppelstrang vor.

Nun binden sogenannte Primer an die RNA, an eine bestimmte Sequenz der Codierung, die bekannt ist. Von dort aus kann die Polymerase, ein Enzym, eine Kopie der RNA anfertigen. Dies wird in einem komplexen Prozess mehrfach wiederholt und die Masse der neu entstandenen RNA-Stränge kann abgelesen werden. Dadurch, dass die Primer an eine virusspezifische Sequenz der RNA binden, und nur dann Kopien erstellt werden können, wenn auch wirklich Virus vorhanden ist, ist das Ergebnis sehr sicher, es gibt praktisch keine fälschlicherweise positiven Ergebnisse.

Und weil die Maschine schon sehr kleine Mengen Virus exponentiell replizieren kann, ist auch die Sensitivität, das heißt die Sicherheit, dass das Virus entdeckt wird, auch wenn nur wenig vorhanden ist, sehr hoch.

Der gesamte Prozess findet in einem Labor statt. Daher muss die Probe nach der Entnahme mittels Abstriches ins Labor gebracht, und einzeln vorbereitet werden, bevor sie in die Maschine gegeben werden kann. Deshalb ist der Zeitfaktor hier hoch, in der Regel liegt das Ergebnis nach etwa 12-48h vor, je nach Kapazität des Labors.

dnarna | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Kommen wir zur nächsten wichtigen Frage:

Was gibt es überhaupt für Tests und wie sicher sind die Ergebnisse? ​

​PCR-Tests (Polymerase-Chain-Reaction)
Die PCR wird in der Medizin als Goldstandard bezeichnet. Das bedeutet, für Mediziner ist das der bevorzugte, weil bewährteste Test. Man bezeichnet ihn auch als direkten Test, da er das Virus selbst nachweist. Bei diesem Test wird das Erbgut des Virus isoliert, die sogenannte RNA. Sie ist nicht mit der DNA zu verwechseln, auf der bei allen Lebewesen das Erbgut kodiert ist. Im Gegensatz zur RNA, die im Grunde aussieht wie ein einzelner Spiralstrang, liegt die DNA immer als Doppelstrang vor.

Nun binden sogenannte Primer an die RNA, an eine bestimmte Sequenz der Codierung, die bekannt ist. Von dort aus kann die Polymerase, ein Enzym, eine Kopie der RNA anfertigen. Dies wird in einem komplexen Prozess mehrfach wiederholt und die Masse der neu entstandenen RNA-Stränge kann abgelesen werden. Dadurch, dass die Primer an eine virusspezifische Sequenz der RNA binden, und nur dann Kopien erstellt werden können, wenn auch wirklich Virus vorhanden ist, ist das Ergebnis sehr sicher, es gibt praktisch keine fälschlicherweise positiven Ergebnisse.

Und weil die Maschine schon sehr kleine Mengen Virus exponentiell replizieren kann, ist auch die Sensitivität, das heißt die Sicherheit, dass das Virus entdeckt wird, auch wenn nur wenig vorhanden ist, sehr hoch.

Der gesamte Prozess findet in einem Labor statt. Daher muss die Probe nach der Entnahme mittels Abstriches ins Labor gebracht, und einzeln vorbereitet werden, bevor sie in die Maschine gegeben werden kann. Deshalb ist der Zeitfaktor hier hoch, in der Regel liegt das Ergebnis nach etwa 12-48h vor, je nach Kapazität des Labors.

Antigentests

Diese werden meist als Schnelltest bezeichnet, weil das Ergebnis bereits nach 15-20 Minuten abzulesen ist. Es handelt sich um einen indirekten Nachweis, weil nicht das Virus selbst, sondern seine Bildung an Antikörper sichtbar gemacht wird. Antikörper sind Markierungen, die vom Immunsystem gebildet werden, wenn ein Eindringling (Antigen genannt) erkannt wird. Diese Antikörper binden an das Antigen – in unserem Falle an das Virus- und können es nun Zellen des Immunsystems präsentieren, die es unschädlich machen können.

Bei den Antigentests in den Testzentren wird die Probe des Patienten, die ebenfalls durch einen Abstrich im Nasen-Rachen-Raum entnommen wird, in einer Flüssigkeit ausgewaschen. Diese Flüssigkeit tropft man dann, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest, auf eine kleine Testkassette mit Sichtfenster. An einer definierten Stelle im Sichtfenster sind Antikörper vorhanden. Wenn also in der Patientenprobe Virusantigen vorhanden ist, bindet das an die Antikörper auf dem Teststreifen und es entsteht ein sichtbarer Strich.

Diese Antikörper sind relativ spezifisch, es kann jedoch immer wieder zu „Kreuzreaktionen“ kommen, also Bindung an ähnlich aussehende Strukturen. Das führt dann zu falsch positiven Ergebnissen, also positiven Tests bei eigentlich virusfreien Patienten.

Da das Virus bei dieser Testmethode nicht vervielfältigt wird, ist eine gewisse Mindestmenge an Virus erforderlich. Es kann also sein, dass ein Test negativ ist, obwohl im Patienten Virus vorhanden ist, einfach weil es sich im Körper noch nicht genug vermehrt hat. Das wäre dann ein falsch negatives Ergebnis. Die Sensitivität, also die Sicherheit, mit der das Virus erkannt wird, wenn es vorhanden ist, ist dabei bei asymptomatischen Patienten geringer als bei symptomatischen Patienten. Ebenso kann das Ergebnis falsch sein, wenn der Test von ungeschultem Personal falsch durchgeführt wird, weil z.B. der Abstrich falsch entnommen wird oder der Test nicht korrekt ausgeführt wird.

antigen | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Antikörpertest

Diese Tests weisen mithilfe einer Blutprobe, oft nicht mehr als bei einem Blutzuckertest, Antikörper nach. Diese können entweder vorhanden sein, weil der Patient bereits mit dem Virus identifiziert war, oder weil er geimpft wurde. Bis Antikörper gebildet werden, dauert es allerdings eine Zeit, im Schnitt etwa 14 Tage ab dem Zeitpunkt des Kontaktes mit dem Antigen. Das bedeutet, dass dieser Test zwar Aufschluss geben kann, ob eine gewisse Immunität besteht, für die Eindämmung der Pandemie ist dies allerdings weniger geeignet. Schließlich sind die Patienten, bei denen aufgrund einer Infektion Antikörper nachweisbar sind, bereits nicht mehr ansteckend, wenn der Test anschlägt.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der PCR-Test der sicherste Test ist, jedoch am längsten dauert. Antigenschnelltests sind zwar unsicherer, liefern dafür aber sehr schnell Ergebnisse. Und da trotz hoher Inzidenzraten der Großteil der Bevölkerung negativ ist, fallen die falsch negativen Ergebnisse nicht so sehr ins Gewicht. Eine Beispielrechnung mit den aktuell in Köln verwendeten Testwerten und den Infektionszahlen vom 28.01. macht das sehr deutlich. Das Risiko, trotz eines negativen Schnelltestes mit dem Coronavirus infiziert zu sein beträgt etwa 0,004%, wenn die angegebenen Werte für Sensitivität und Spezifität zugrunde gelegt werden. Das gilt natürlich nur, wenn die Abstrichentnahme und Aufbereitung korrekt durchgeführt wurde. Andersrum beträgt die Wahrscheinlichkeit, bei positivem Schnelltest tatsächlich infiziert zu sein nur 9,2%. Das verdeutlicht nochmals, das ein positiver Schnelltest auf jeden Fall durch eine PCR kontrolliert werden muss und dass der Test nur von geschultem Personal durchgeführt werden sollte, um belastbare Ergebnisse zu erzielen.

Nun gibt es also die Möglichkeit für jeden, der das möchte, sich testen zu lassen. Macht das jedoch überhaupt Sinn? Zu welchem Zeitpunkt ist ein Test sinnvoll? 

Um die Frage zu beantworten muss man sich genauer anschauen, was bei einer Infektion passiert. Wenn das Virus in den Körper gelangt, beginnt es, sich zu vermehren, indem es unsere Zellen zur Herstellung neuer Virusproteine nutzt. Bis die Menge an Virus ausreichend ist, um Symptome auszulösen, vergehen etwa 5-6 Tage. Das nennt man die Inkubationszeit. Etwa zwei Tage bevor sich Symptome zeigen, ist die Ansteckung anderer Personen möglich. Und ab diesem Zeitraum etwa kann auch ein Antigentest das Virus nachweisen. Ein PCR-Test kann schon eine geringere Menge an Virus nachweisen, und ist so möglicherweise einen Tag früher schon positiv.

Daraus lassen sich drei Dinge ableiten:

1.Erst ungefähr 3-4 Tage nach der Infektion können die Tests reagieren. Das bedeutet, wenn man die Sorge hat, sich angesteckt zu haben, macht es keinen Sinn, sich am nächsten Tag testen zu lassen. Stattdessen sollte man sich in die Selbstisolierung begeben und 5 Tage nach dem möglichen Infektionsereignis einen Test machen lassen.

2.In der Inkubationsphase kann ein Test negativ sein, obwohl man sich schon mit dem Virus infiziert hat. Ein negatives Testergebnis bedeutet also nur, dass man zum Testzeitpunkt nicht so viel Virus in Nase oder Rachen hat, dass man ansteckend ist. Am Folgetag kann sich das bereits geändert haben, deshalb sollte man sich auch nur am Tag des Testes auf das Ergebnis verlassen.

3.Wenn Symptome bestehen, ist die Virusmenge in der Regel ausreichend, damit auch Antigenschnelltests anschlagen. Wenn man also aufgrund von Symptomen besorgt ist, Covid-19 zu haben, ist ein Test ebenfalls sinnvoll. Um dabei seine Mitmenschen nicht zu gefährden sollte man die öffentlichen Verkehrsmittel meiden, eine gutsitzende FFP2-Maske tragen und den kürzesten Weg wählen. Wer kann, bleibt am besten einfach ganz zu Hause und kuriert sich aus, statt sich zum Testen in die Stadt zu begeben.

Bieten private Testzentren einen Mehrwert?

Um einen Test beim Arzt machen zu lassen, muss der Patient nicht nur einen Termin machen, sondern dann muss der Arzt auch noch überzeugt sein von der Notwendigkeit eines Corona-Tests. Anders als in den privaten Testzentren muss nämlich damit ein Arzt einen Test veranlasst ein medizinischer Grund vorliegen. Und der Besuch bei der Oma oder eine Urlaubsreise oder ein Büromeeting sind eben keine medizinischen Gründe. Diese Hürde besteht bei privaten Zentren nicht. Das führt dazu, dass das Risiko bei nicht notwendigen Kontakten wenigstens reduziert werden kann, wenn schon nicht auf den Kontakt selber verzichtet werden kann, indem man sich vorher testen lässt.​

Arztpraxen können entsprechende medizinisch nicht notwendige Anfragen umleiten, ohne groß zu diskutieren, warum ausgerechnet in diesem Fall der Test trotzdem „ganz dringend nötig“ ist. So können auch gefährdetere Personen, die sich vielleicht in einer Arztpraxis aufhalten, weil sie krank sind, geschützt werden.

Zuletzt darf nicht unterschätzt werden, wie viele Fragen durch Personal in Testzentren beantwortet werden. Fragen, die dann eben nicht an niedergelassene Ärzte oder das Gesundheitsamt gerichtet werden müssen, Stellen, die auch ohne diese zusätzlichen Fragen teilweise schon am Rande ihrer Kapazitäten arbeiten. Und auch wenn vor allem die positiven Schnelltests nicht sehr aussagekräftig sind, werden alle positiv getesteten Personen bis zu einem negativen PCR-Abstrich in Quarantäne geschickt. Dadurch werden auch die tatsächlich positiv getesteten aus dem Verkehr gezogen.

Wer hat Anspruch auf einen Corona-Test und muss ihn nicht selber zahlen?

  • Während bei privatem Interesse wie etwa, wenn man jemanden besuchen möchte oder in den Urlaub fliegt, ein Test selber gezahlt werden muss, werden unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für einen PCR-Test übernommen. Im Folgenden findet sich eine Auflistung, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
  • Personen, bei denen aufgrund von Symptomen ein Arzt entscheidet, dass ein Test notwendig ist
  • Kontaktpersonen 1. Grades
  • Personen in Gemeinschaftseinrichtungen, in denen ein Coronafall vorliegt (z.B. Schulen, Kitas, Flüchtlingsunterkünfte, Gefängnisse)
  • Personen, die in Kranken- oder Pflegeeinrichtungen arbeiten, (zeitweise) untergebracht sind, wenn ein Ausbruch in besagter Einrichtung stattgefunden hat
  • Personen vor Aufnahme in eine ambulante oder stationäre Versorgungseinrichtung
  • Personen, die einen positiven Schnelltest haben
  • Personen, deren Corona-Warn-App eine rote Risikomeldung zeigt
  • Lehrer oder andere Arbeiter im öffentlichen Dienst, die ein Schreiben ihres Arbeitsgebers bekommen haben

Fazit

Corona-Testzentren machen Tests leichter zugänglich und können so mithelfen, die Pandemie einzugrenzen. Außerdem entlasten sie das Gesundheitssystem, indem Fragen und Sorgen der Patienten adressiert werden.

Wenn Antigenschnelltests korrekt durchgeführt werden, haben sie trotz der geringeren Sicherheit als PCR-Tests durchaus einen Stellenwert, da sie die Infektiosität anzeigen und teilweise asymptomatische Infizierte erkennen, die ansonsten nichts von ihrer Infektion wüssten.

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Impfung

Seit Ende Dezember 2020 hat auch in Deutschland die Impfung gegen Corona begonnen. Nach einem großen Impfplan, der jeden Bürger in eine bestimmte Kategorie einteilt und damit die Dringlichkeit der Impfung bestimmt, wird die größte Impfaktion in der Geschichte konzertiert.

Während ein Teil der Bevölkerung diesen Zeitpunkt sehnsüchtig herbeigesehnt hat, und dem Termin der eigenen Impfung entgegenfiebert, ist ein anderer Teil der Bevölkerung skeptisch. Und dieser Teil umfasst nicht nur Corona-Leugner oder -verharmloser, die die Impfung als Puzzleteil in einer großen Weltverschwörung sehen. Unter den Skeptikern befinden sich viele Menschen, die die Lage sehr wohl ernst nehmen, die sich an Maßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit halten und ihren Teil zur Verringerung der Infektionszahlen beitragen wollen. Die Skepsis dieser Menschen bezieht sich auf den Impfstoff selber, auf die Sicherheit und mögliche gesundheitliche Folgen. Und es sind nicht nur Laien, die sich Sorgen machen. Sind diese Sorgen berechtigt? Warum ging die Impfstoffentwicklung so schnell, warum gibt es so große Unterschiede z.B. in der Lagerung und kann der Impfstoff unsere DNA verändern? Auf die wichtigsten Fragen soll dieser Artikel Antwort geben.

Wie kann es sein, dass der Impfstoff in weniger als einem Jahr entwickelt wurde, wenn dafür normalerweise mehrere Jahre gebraucht werden? Wurde die Zeit bei Untersuchungen zur Verträglichkeit und Nebenwirkungen eingespart?

Zum einen musste man bei der Impfstoffentwicklung nicht bei Null anfangen. Von SARS und MERS kannte man bereits viele Eigenschaften des Virus, das ja aus der gleichen Familie stammt. Beispielsweise kannte man das Spike-Protein auf der Hülle des Virus, an dem die Impfstoffe angreifen können. Die langwierige Suche nach einem möglichen Ziel für den Impfstoff fiel also schon mal aus.

Auch die Technik mittels mRNA kannte man schon und musste sie nicht neu entwickeln.

Die Studien wurden viel größer angelegt. Die Phase-3-Studien, die normalerweise ca. 3000 Leute einschließen, wurden bei BioNTech und Moderna mit mehreren zehntausend Probanden durchgeführt. So konnten viel schneller Daten über die Wirksamkeit gesammelt werden.

Impfung

Und nicht zuletzt ist noch nie so viel Geld in die Impfstoffforschung geflossen wie jetzt. Die immensen Kosten der Studien und die hohen Ansprüche waren aufgrund des weltweiten Interesses an einem Impfstoff kein Problem, weil sich Regierungen weltweit beteiligt haben.

Impfung

Zum einen musste man bei der Impfstoffentwicklung nicht bei Null anfangen. Von SARS und MERS kannte man bereits viele Eigenschaften des Virus, das ja aus der gleichen Familie stammt. Beispielsweise kannte man das Spike-Protein auf der Hülle des Virus, an dem die Impfstoffe angreifen können. Die langwierige Suche nach einem möglichen Ziel für den Impfstoff fiel also schon mal aus.

Auch die Technik mittels mRNA kannte man schon und musste sie nicht neu entwickeln.

Die Studien wurden viel größer angelegt. Die Phase-3-Studien, die normalerweise ca. 3000 Leute einschließen, wurden bei BioNTech und Moderna mit mehreren zehntausend Probanden durchgeführt. So konnten viel schneller Daten über die Wirksamkeit gesammelt werden.

Und nicht zuletzt ist noch nie so viel Geld in die Impfstoffforschung geflossen wie jetzt. Die immensen Kosten der Studien und die hohen Ansprüche waren aufgrund des weltweiten Interesses an einem Impfstoff kein Problem, weil sich Regierungen weltweit beteiligt haben.

Was sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Impfstoffen?

Es gibt klassische Impfstoffe, dazu zählen Lebend- und Totimpfstoffe und die neuen genbasierten Impfstoffe, dazu zählen Vektor- und mRNA-Impfstoffe. Bei den klassischen Impfstoffen werden die Antigene aufwändig gewonnen und aufbereitet, bei den genbasierten Impfstoffen werden die Baupläne der Antigene direkt verabreicht und die Antigene werden im Körper hergestellt.

Lebendimpfstoffe enthalten abgeschwächte Erreger, die über Trägerstoffe in den Körper gespritzt werden. Das Immunsystem erkennt die Eindringlinge und entwickelt Antikörper dagegen. Wenn später die Infektion mit dem echten, krankmachenden Erreger erfolgt, wird dieser von den Antikörpern „wiedererkannt“, sie binden an den Erreger und markieren ihn so für Immunzellen, die ihn neutralisieren bevor wir krank werden. Beispiele für Lebendimpfstoffe sind Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Pocken oder Windpocken.

Totimpfstoffe funktionieren ähnlich wie Lebendimpfstoffe, nur dass hier statt abgeschwächter Erreger nur Fragmente oder abgetötete Erreger geimpft werden. Beispiele für Totimpfstoffe sind Impfungen gegen Tetanus, Keuchhusten oder Hepatitis A.

Vektor-Impfstoffe: Als Vektor, oder Träger dient hierbei ein ungefährliches Virus. In diesen Vektor wird die Information für die Herstellung eines Bestandteiles des Virus, dem Spike-Protein, eingebaut. Die Vektoren docken an die Zellen an und schleusen ihre Gene inklusive der neu eingebrachten Information in die Zelle ein, Diese Information wird ausgelesen und die Spike-Proteine werden hergestellt. Alleine stellen sie keine Gefahr für unseren Körper dar und machen uns nicht krank. Unser Immunsystem erkennt sie jedoch und beginnt mit der Produktion von passenden Antikörpern. Bei zukünftigem Kontakt mit dem Virus wird das Spike-Protein wiedererkannt und es erfolgt sofort eine Antikörperreaktion. Nach einer begrenzten Zeit (einige Stunden bis wenige Tage) wird die mRNA vom Körper abgebaut, die Antikörper bleiben bestehen. Beispiele für Vektorimpfungen sind die gegen Dengue-Fieber und Ebola.​

mRNA-Impfstoffe: mRNA steht für Messenger-RNA also Boten-RNA. Diese wird täglich in unserem Körper gebildet. Mithilfe dieser Boten werden Informationen zu allen Körperfunktionen – von der Blutdruckregulation bis hin zur Produktion von Speichel – von der DNA, auf der diese Informationen gespeichert sind, in die Körperzellen gesandt, in denen diese Prozesse ablaufen sollen. Die Information zur Produktion von Speichel wird also beispielsweise in die Speicheldrüsen geschickt. Der mRNA-Impfstoff beinhaltet nun mRNA mit der Information zum Bau von kleinen Bestandteilen des Virus, dem Spike-Protein. Diese Bestandteile machen nicht krank, lösen aber in unserem Immunsystem die Produktion von Antikörpern gegen genau diese Bestandteile aus. Wenn wir also nach der Impfung Kontakt mit dem Virus haben „erkennt“ das Immunsystem dank der Antikörper das Virus und kann es unschädlich machen, bevor wir krank werden. Der Unterschied zwischen Vektorimpfstoff und mRNA-Impfstoff ist lediglich, wie der Bauplan, der in der Zelle umgesetzt werden soll, in die Zelle gelangt: Per Vektor oder über flüssige Nanopartikel (wie kleine Fetttröpfchen).

mrna | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Vektor-Impfstoffe: Als Vektor, oder Träger dient hierbei ein ungefährliches Virus. In diesen Vektor wird die Information für die Herstellung eines Bestandteiles des Virus, dem Spike-Protein, eingebaut. Die Vektoren docken an die Zellen an und schleusen ihre Gene inklusive der neu eingebrachten Information in die Zelle ein, Diese Information wird ausgelesen und die Spike-Proteine werden hergestellt. Alleine stellen sie keine Gefahr für unseren Körper dar und machen uns nicht krank. Unser Immunsystem erkennt sie jedoch und beginnt mit der Produktion von passenden Antikörpern. Bei zukünftigem Kontakt mit dem Virus wird das Spike-Protein wiedererkannt und es erfolgt sofort eine Antikörperreaktion. Nach einer begrenzten Zeit (einige Stunden bis wenige Tage) wird die mRNA vom Körper abgebaut, die Antikörper bleiben bestehen. Beispiele für Vektorimpfungen sind die gegen Dengue-Fieber und Ebola.​

mRNA-Impfstoffe: mRNA steht für Messenger-RNA also Boten-RNA. Diese wird täglich in unserem Körper gebildet. Mithilfe dieser Boten werden Informationen zu allen Körperfunktionen – von der Blutdruckregulation bis hin zur Produktion von Speichel – von der DNA, auf der diese Informationen gespeichert sind, in die Körperzellen gesandt, in denen diese Prozesse ablaufen sollen. Die Information zur Produktion von Speichel wird also beispielsweise in die Speicheldrüsen geschickt. Der mRNA-Impfstoff beinhaltet nun mRNA mit der Information zum Bau von kleinen Bestandteilen des Virus, dem Spike-Protein. Diese Bestandteile machen nicht krank, lösen aber in unserem Immunsystem die Produktion von Antikörpern gegen genau diese Bestandteile aus. Wenn wir also nach der Impfung Kontakt mit dem Virus haben „erkennt“ das Immunsystem dank der Antikörper das Virus und kann es unschädlich machen, bevor wir krank werden. Der Unterschied zwischen Vektorimpfstoff und mRNA-Impfstoff ist lediglich, wie der Bauplan, der in der Zelle umgesetzt werden soll, in die Zelle gelangt: Per Vektor oder über flüssige Nanopartikel (wie kleine Fetttröpfchen).

Warum muss der Impfstoff einiger Hersteller tiefgekühlt gelagert werden und der anderer Hersteller nicht?

​Die meisten mRNA-Impfstoffe müssen, damit sie ihre Struktur halten und nicht zerstört werden tiefgekühlt werden, teilweise bei bis zu -70°C. Hier forschen die Firmen jedoch bereits an Methoden, die Ultra-Kühlung zu umgehen, um die Lagerung und den Transport zu vereinfachen. Der Impfstoff von CureVac beispielsweise ist zwar ein mRNA-Impfstoff, kann jedoch bereits bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden.

Die Vektorimpfstoffe müssen nicht so niedrig temperiert werden. Hier reichen häufig Kühlschranktemperaturen.

Kann durch den mRNA-Impfstoff unsere DNA verändert werden?

Nein. Die mRNA im Impfstoff wird genau wie die vom Körper selbst hergestellte mRNA behandelt. Sie wird eine gewisse Zeit lang „abgelesen“ und dann abgebaut. Sie kommt nicht in die Nähe der DNA, die sich im Zellkern befindet.

Einen sehr unwahrscheinlichen Fall gäbe es, der beträfe allerdings nur die HBV- oder HIV-positiven Personen. Um aus RNA DNA zu machen, braucht es ein Enzym, dass der Mensch nicht besitzt. Rein theoretisch besitzen das HIV oder das HBV dieses Enzym (reverse Transkriptase). Das kann aus der einsträngigen mRNA eine doppelsträngige DNA machen, die dann noch theoretischer in die DNA der Zelle integriert werden könnte. Das würde aber nur in der Zelle, in der der Impfstoff ist, passieren, nicht in unserem gesamten Genom. Und als Folge würde diese Zelle dann das Spike-Protein der Virushülle produzieren, nicht aber das Virus selbst. Das Spike-Protein würde vom Immunsystem erkannt und die Zelle mit der entsprechenden Veränderung abgebaut. Das ist aber wirklich sehr sehr theoretisch und hätte eben keine Folgen.

Was ist der Unterschied zwischen RNA und DNA?

In allen Lebewesen ist das Genom verschlüsselt auf der DNA. Lediglich einige Viren enthalten RNA als Genomträger. Sonst ist die RNA vereinfacht vor allem Bote bei der Umsetzung der Informationen, die in den Genen gespeichert sind. Der Namensunterschied entsteht durch einen Zuckerrest am Molekül: Bei der DNA (=Desoxyribonucleinacid, zu deutsch Desoxyribonukleinsäure = DNS) ist die Desoxyribose, bei der RNA die Ribose vorhanden.

Eine der Basen, aus denen der Code auf der DNA besteht, ist bei der DNA anders als bei der RNA. Statt Thymin wird Uracil eingebaut. Die restlichen drei Basen stimmen bei beiden überein.

Die DNA bildet Doppelstränge, während die RNA als Einzelstrang vorliegt.

vgl | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum
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Wie lange hält die Impfung, muss sie wie die Grippe-Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden?

Das ist leider noch unklar. Entscheidend dafür ist, wie das Virus sich weiterentwickelt. Aktuell sind die Impfstoffe auch für die neueren Mutationen wirksam. Sollte sich aber die Bindungsstelle für den Antikörper, der durch die Impfung gebildet wird, durch eine Mutation so weit verändern, dass die Antikörper sie nicht mehr erkennen, besteht kein Schutz mehr.

Dies passiert jedes Jahr aufs Neue bei den Grippe-Viren. Sie verändern sich so sehr, dass neue Impfstoffe gebraucht werden. Wenn der Basis-Impfstoff jedoch bereits vorhanden ist, die die Veränderung meist einfacher herzustellen, so dass wir davon ausgehen können, dass wir im Zweifelsfalle auch schnell wieder eine passenden Impfstoff haben.

Wie sicher sind Impfstoffe?

Generell sind Impfstoffe sehr sicher. Sie lösen bei einigen Geimpften zwar vorübergehend Symptome wie Fieber oder Kopfschmerzen aus, diese Beschwerden sind allerdings viel geringer als die Symptome der Krankheit, gegen die geimpft wird.

Beispiele sind die Impfungen gegen Masern oder Mumps. Bleibende Schäden gab es bei weniger als einem von einer Million (<1:1000000) Geimpften. Bei Mumps tritt bei einem von 10 (1:10), bei Masern bei einem von 500 (1:500) eine Hirnhautentzündung auf, die oft bleibende Schäden hinterlassen.

Was ist mit dem Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus?

Der oft zitierte Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus beruht vor Allem auf einer Studie von A. Wakefield aus dem Jahr 1998. Dabei wurden lediglich 12 (!) Kinder untersucht, die die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) bekommen hatten. Jede glaubwürdige Studie umfasst ein Vielfaches mehr an Teilnehmern. Der Verfasser selber musste die Studie später zurückziehen. Er verlor sogar seine Zulassung, als Arzt zu arbeiten, weil er unethische Untersuchungsmethoden verwendet hatte und sich herausstellte, dass er mit seiner Firma einen Test auf die impfspezifische „neue Erkrankung“ vermarkten wollte. Des Weiteren wurde die Studie teilweise von einer Anwaltskanzlei finanziert, die die Schadenserzatzklagen betroffener Eltern nach der Veröffentlichung plante. Und zuletzt stellte sich heraus, dass 3 Kinder nie an Autismus litten und dass 5 von den restlichen 9 Kindern die gesundheitlichen Probleme bereits vor der Impfung hatten, nicht erst danach.

Seit der Studie 1998 hat es viele Studien zu dem Thema gegeben, die die Daten tausender Kinder auswerteten. In keiner dieser Studien zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus. Trotzdem gibt es immer noch viele Menschen die Impfungen skeptisch oder gar ablehnend gegenüberstehen. Und so lange das so ist, werden Krankheiten wie Masern nicht ausgerottet werden können.

Beispiele sind die Impfungen gegen Masern oder Mumps. Bleibende Schäden gab es bei weniger als einem von einer Million (<1:1000000) Geimpften. Bei Mumps tritt bei einem von 10 (1:10), bei Masern bei einem von 500 (1:500) eine Hirnhautentzündung auf, die oft bleibende Schäden hinterlassen.

Macht die Impfung unfruchtbar?

Seit einiger Zeit kursiert die Information im Netz, dass der mRNA-Impfstoff unfruchtbar machen könne, und deshalb Frauen mit Kinderwunsch sich nicht impfen lassen sollten. Die These besagt, dass das Virusfragment, gegen dass der Impfstoff Antikörper erzeugt – das Spike-Protein- , ähnlich aussieht wie Syncitin-1, ein Protein, dass für die Bildung der Plazenta wichtig ist. Deshalb löse eine Impfung eine Antikörperreaktion gegen die Plazentabildung aus. Ohne Plazenta, über die das Kind Nährstoffe und Sauerstoff bekommt und Giftstoffe ausscheiden kann, ist eine Schwangerschaft unmöglich.

In Wahrheit besteht die Ähnlichkeit nur aus 4 sogenannten Aminosäuren, einer sehr kurzen Sequenz. Für eine Kreuzreaktion, also dass das Immunsystem das Protein fälschlicherweise für einen Eindringling hält, sind aber Sequenzen von 50-80 Aminosäuren notwendig.

Außerdem müssten dann die Frauen, die die Antikörper gebildet haben, weil sie eine Infektion mit Sars-Cov-2 hatten, auch unfruchtbar sein, denn dabei entstehen ja ebenfalls Antikörper gegen das Spike-Protein. Dem ist aber nicht so. Auch vermehrte Fehlgeburten bei Frauen, die vor oder während der Schwangerschaft an Covid-19 erkrankt waren, sind bisher nicht aufgetreten.

Allerdings scheinen Schwangere, die an Covid-19 erkranken, häufiger einen schweren Verlauf der Erkrankung zu haben, was eher dafür spräche, dass Frauen mit Kinderwunsch sich vor der Schwangerschaft impfen lassen, um eine Erkrankung in der Schwangerschaft zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass vor allem das weltweite Interesse und die Priorisierung der Herstellung eines Impfstoffes gegen Covid-19 dazu geführt haben, dass so schnell wie noch nie ein Impfstoff entwickelt wurde. Die neue Technik des mRNA-Impfstoffes beruht auf einer Technik, die unser Körper selbst anwendet, um Baustoffe für unseren Körper zu produzieren und Gefahren durch diese Technik erscheinen sehr unwahrscheinlich. Sicherlich muss man auch hier abwarten, da Langzeitdaten noch nicht vorliegen können. Schaut man sich allerdings den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schaden an, den Covid-19 allein im vergangenen Jahr weltweit angerichtet hat, scheint es fast sicher, dass die Nutzen eines Impfstoffes deutlich überwiegen und die Impfung absolut empfohlen werden kann.

virus1 | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum
virus1 | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass vor allem das weltweite Interesse und die Priorisierung der Herstellung eines Impfstoffes gegen Covid-19 dazu geführt haben, dass so schnell wie noch nie ein Impfstoff entwickelt wurde. Die neue Technik des mRNA-Impfstoffes beruht auf einer Technik, die unser Körper selbst anwendet, um Baustoffe für unseren Körper zu produzieren und Gefahren durch diese Technik erscheinen sehr unwahrscheinlich. Sicherlich muss man auch hier abwarten, da Langzeitdaten noch nicht vorliegen können. Schaut man sich allerdings den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schaden an, den Covid-19 allein im vergangenen Jahr weltweit angerichtet hat, scheint es fast sicher, dass die Nutzen eines Impfstoffes deutlich überwiegen und die Impfung absolut empfohlen werden kann.

MEDICARE BLOG

AEROSOLE UND MASKEN

Die Verbreitung des Virus über Tröpfchen und Aerosole – Wie wichtig sind Masken?

In diesem Blog

Die Beschlüsse vom 10.Februar im Überblick:

  • Die zuletzt beschlossenen Regelungen werden bis zur nächsten Beratung am 03.März fortgeführt.
  • Friseure dürfen ab dem 01.März wieder öffnen
  • Ab einer 7-Tage-Inzidenz von <35 dürfen Einzelhandel, Museen und Galerien wieder öffnen.
  • Andere Kulturstätten, Restaurants und Sporteinrichtungen bleiben weiterhin geschlossen.
  • Kitas und Schulen werden schrittweise geöffnet, die Einzelheiten entscheidet jedes Bundesland für sich.

Im Januar gab es einen neuen Beschluss um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verringern. Im Überblick sehen die folgendermaßen aus:

Wenig Menschen zu treffen, indem man keine Treffen mit Freunden veranstaltet oder im Homeoffice zu sitzen, statt gemeinsam mit den Kollegen in der Kaffeeküche die Mittagspause zu verbringen erklärt sich von selbst. Weniger Kontakte = weniger Infektionsmöglichkeiten, klar. Aber warum wird nun das Tragen von medizinischen Masken vorgeschrieben? Um zu verstehen, was die Hintergründe der Anordnungen sind, müssen wir uns mit der Übertragungsweise des Virus beschäftigen und mit den Unterschieden zwischen den einzelnen Arten von Masken.

beschluss | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Im Januar gab es einen neuen Beschluss um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verringern. Im Überblick sehen die folgendermaßen aus:

beschluss | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Wenig Menschen zu treffen, indem man keine Treffen mit Freunden veranstaltet oder im Homeoffice zu sitzen, statt gemeinsam mit den Kollegen in der Kaffeeküche die Mittagspause zu verbringen erklärt sich von selbst. Weniger Kontakte = weniger Infektionsmöglichkeiten, klar. Aber warum wird nun das Tragen von medizinischen Masken vorgeschrieben? Um zu verstehen, was die Hintergründe der Anordnungen sind, müssen wir uns mit der Übertragungsweise des Virus beschäftigen und mit den Unterschieden zwischen den einzelnen Arten von Masken.

Verbreitungswege des Virus

Seit Beginn der Pandemie wird über die Verbreitungswege des Coronavirus geredet. Dabei standen zunächst Tröpfchen als Hauptübertragungsweg im Zentrum der Aufmerksamkeit, später drehte sich alles um Aerosole. Was aber ist der Unterschied und was ist die Rolle von Tröpfchen und Aerosolen bei der Verbreitung des Virus?

Zunächst zu den Tröpfchen. Hierbei handelt es sich um genau das, was man vermutet. Ansammlungen von Flüssigkeit, die eine gewisse Größe erreichen und sichtbar sind. Man kennt das, manche Mitmenschen haben eine „feuchte Aussprache“, und das kann man nicht nur fühlen, wenn man vor Ihnen steht, sondern auch sehen, wenn man die Personen von der Seite betrachtet, besonders bei Gegenlicht. Da diese Tröpfchen aufgrund ihrer Größe auch ein gewisses Gewicht haben, sinken sie relativ schnell zu Boden, sie fliegen also nicht besonders weit. Deshalb empfahl man das erste A der AHA+L-Regeln. Abstand. Bei einem Mindestabstand von 1,5m bis 2m konnten einen die Tröpfchen des Gegenübers nicht mehr erreichen.

Da die Tröpfchen aber auch auf Flächen und Gegenständen wie Türklinken landen konnten, und sich Infizierte auch vielleicht erst ins Gesicht fassen und dann die Türklinke in die Hand nehmen, kam das H ins Spiel. Hygiene. Halb Deutschland sang fortan zweimal „Happy Birthday“ beim Händewaschen. Das ist nämlich ungefähr 30 Sekunden lang, und so lange sollte man sich die Hände waschen um durch Seife und mechanische Reibung das Virus zu entfernen. Der Absatz an Desinfektionsmitteln stieg auch rasant, denn grade unterwegs kann man sich oft schlecht schnell die Hände waschen. Und vielen fiel auf, wie häufig man sich doch am Tag so ins Gesicht fasst, wenn man mal gezielt drauf achtet.

Und schließlich das zweite A. Alltagsmasken. Die sollten vor allem dafür sorgen, dass die eigenen Tröpfchen nicht 1,5m weit flogen, sondern direkt in der möglichst doppellagigen Stoffmaske hängen blieben. Wenn also der Abstand nicht eingehalten werden konnte, sollte die Maske helfen.

1 | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Je länger das Virus in Umlauf war, desto häufiger registrierte man jedoch auch Ausbrüche, die in Innenräumen stattfanden, bei denen Abstand und Hygiene eingehalten wurden. Bei Busfahrten etwa. Oder in Schlachtbetrieben. Oder bei Chorproben. So rückten Aerosole in den Fokus. Aerosole sind Schwebeteilchen, die etwa beim Sprechen oder Atmen entstehen, die so klein sind, dass sie nicht schnell absinken. Sie schweben in der Luft, etwa wie die Rauchschwaden, die man bei Rauchern in geschlossenen Räumen sieht, die lange in der Luft wabern. Deshalb wurden die bestehenden AHA-Regeln um das L für Lüften ergänzt.

 

Seitdem die Aerosole in den Fokus genommen wurden, gibt es jedoch eine Debatte darüber, wie gefährlich Aerosole sind, und wie groß ihre Rolle im Antreiben der Pandemie ist. Was weiß man sicher über Aerosole?

Je länger das Virus in Umlauf war, desto häufiger registrierte man jedoch auch Ausbrüche, die in Innenräumen stattfanden, bei denen Abstand und Hygiene eingehalten wurden. Bei Busfahrten etwa. Oder in Schlachtbetrieben. Oder bei Chorproben. So rückten Aerosole in den Fokus. Aerosole sind Schwebeteilchen, die etwa beim Sprechen oder Atmen entstehen, die so klein sind, dass sie nicht schnell absinken. Sie schweben in der Luft, etwa wie die Rauchschwaden, die man bei Rauchern in geschlossenen Räumen sieht, die lange in der Luft wabern. Deshalb wurden die bestehenden AHA-Regeln um das L für Lüften ergänzt.

Seitdem die Aerosole in den Fokus genommen wurden, gibt es jedoch eine Debatte darüber, wie gefährlich Aerosole sind, und wie groß ihre Rolle im Antreiben der Pandemie ist. Was weiß man sicher über Aerosole?

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Sicher weiß man, dass die Aerosole und Tröpfchen die beim Reden und Husten ausgestoßen werden, bis zu 8 Meter weit fliegen. Das heißt, in den meisten Privaträumen ist hier ein sicherer Abstand unmöglich einzuhalten. An der frischen Luft hingegen erfolgt durch die immer vorhandene Lustbewegung eine Verdünnung. Außerdem konnte man in Studien noch nach 3 Stunden vermehrungsfähiges Virus in der Luft nachweisen. Wenn nicht gelüftet wird, steigt die Menge an virusbeladenen Aerosolen deutlich an.

2 | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Bei einer hohen Infektionsrate über Aerosole hieße das, selbst wenn eine Person längst aus dem Raum ist, könnte sie noch Viren in der Luft hinterlassen haben, an denen sich Gesunde infizieren. Beispiele für Viren, die vor allem über die Luft übertragen werden, sind beispielsweise Masern. Hier liegt die durchschnittliche Reproduktionszahl, also die Anzahl der Personen, die eine einzelne kranke Person infiziert, bei 18. Bei Corona hingegen lag sie vor Beginn der Maßnahmen mit Abstand und Masken bei 2,5.

Ist das also ein Beweis dafür, dass Aerosole keine Rolle spielen in der Verbreitung? Nein, sagen Experten, das ist lediglich ein Beweis dafür, dass nicht jedes Virus gleich infektiös ist und es bei SARS-Cov-2 unterschiedliche Übertragungswege gibt. Und die Tatsache, dass sich mehr Menschen in Innenräumen als draußen anstecken, spricht eher für eine Relevanz von Aerosolen.

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Bei einer hohen Infektionsrate über Aerosole hieße das, selbst wenn eine Person längst aus dem Raum ist, könnte sie noch Viren in der Luft hinterlassen haben, an denen sich Gesunde infizieren. Beispiele für Viren, die vor allem über die Luft übertragen werden, sind beispielsweise Masern. Hier liegt die durchschnittliche Reproduktionszahl, also die Anzahl der Personen, die eine einzelne kranke Person infiziert, bei 18. Bei Corona hingegen lag sie vor Beginn der Maßnahmen mit Abstand und Masken bei 2,5.

Ist das also ein Beweis dafür, dass Aerosole keine Rolle spielen in der Verbreitung? Nein, sagen Experten, das ist lediglich ein Beweis dafür, dass nicht jedes Virus gleich infektiös ist und es bei SARS-Cov-2 unterschiedliche Übertragungswege gibt. Und die Tatsache, dass sich mehr Menschen in Innenräumen als draußen anstecken, spricht eher für eine Relevanz von Aerosolen.

Immer häufiger wird versucht, das Risiko durch Aerosolbelastung zu senken, indem zum Beispiel in Büros oder Ladengeschäften Luftfiltergeräte zum Einsatz kommen. Die sind meist teuer, aber bringen sie wirklich etwas? Auch hierzu gibt es mittlerweile Studien. In einem Klassenraum wurden die Filtergeräte getestet und dem Lüften gegenübergestellt. Nach 30 Minuten Dauerbetrieb von 4 mobilen Luftfiltergeräten war die Aerosolkonzentration im Klassenraum um 90% gesenkt worden. 3 Minuten Stoßlüften erreichten eine Senkung um 99,8% bei Außentemperaturen von 7-11°C. Lüften ist also deutlich wirksamer, aber wenn das nicht möglich ist, können auch Luftfiltergeräte nützlich sein. Sie sind allerdings auch laut. Und gekippte Fenster sind noch kein Lüften. Und auch das Temperaturargument bei Lüften im Winter wurde in o.g. Versuch widerlegt. Bereits nach 4-7 Minuten war die Temperatur im Raum wieder bei 1° unter der Ausgangstemperatur vorm Lüften. Und das in einem leeren Klassenzimmer, bei Anwesenheit von Personen dürfte das deutlich schneller gehen.

Um das eigene Risiko einer Infektion z.B. im Büro oder in der Schule einzuschätzen, gibt es hier den Risikorechner vom Max-Planck-Institut: KLICK

„Expertenkreis Aerosole“

Erst Anfang Dezember wurden die Ergebnisse des „Expertenkreis Aerosole“ in Baden-Württemberg vorgestellt. Hier haben sich Mediziner mit Naturwissenschaftlern und Ingenieuren zusammengetan.

Obwohl derzeit nicht abschließend geklärt ist, wie viele Ansteckungen tatsächlich auf Aerosole zurückzuführen sind, halten die Experten sie für einen wesentlichen Übertragungsweg. Dabei ist die Virusmenge und die Dauer der Exposition entscheidend. Gemindert werden kann diese Gefahr durch das Atmen sauberer Luft, also dann, wenn Abstände und Kontaktzeiten zu anderen reduziert werden. Wenn das nicht möglich ist, wird das Tragen einer wirksamen Maske empfohlen.

Für den Aufenthalt in Innenräumen wird zusätzlich häufiges Lüften empfohlen, um mögliche Viruskonzentrationen in der Luft zu senken. Falls das unmöglich ist, können hoch wirksame Innenraumluftfilter zum Einsatz kommen.

3 2 | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Ihr Fazit zu Masken: Es reicht nicht aus, irgendeine Maske zu tragen. Wichtig beim Thema Maske:

Sie muss richtig sitzen. Mund und Nase müssen bedeckt sein und der Nasenbügel muss gut angepasst sein. Bei FFP2-Masken (das FFP steht für filtering face piece) oder KN95-Masken muss sie rundum anliegen, beim Ein- und Ausatmen darf keine Luft an der Maske vorbei entweichen. Ein wirksamer Hinweis bei Brillenträgern: Die Brille sollte nicht beschlagen.

Sie muss ausreichend filtern. Einlagige Stoffmasken haben keinerlei Eigen- oder Fremdschutz. Besser sind zweilagige Stoffmasken. Noch besser schützen die „OP-Masken“ nach DIN 14683. Bestmöglichen Schutz bieten FFP2-, KN96- oder N95-Masken. Dabei sollte man darauf achten, dass die Masken kein Ausatemventil haben, sonst schützen sie unser Gegenüber nicht.

Ihr Fazit zu Masken: Es reicht nicht aus, irgendeine Maske zu tragen. Wichtig beim Thema Maske:

Sie muss richtig sitzen.
Mund und Nase müssen bedeckt sein und der Nasenbügel muss gut angepasst sein. Bei FFP2-Masken (das FFP steht für filtering face piece) oder KN95-Masken muss sie rundum anliegen, beim Ein- und Ausatmen darf keine Luft an der Maske vorbei entweichen. Ein wirksamer Hinweis bei Brillenträgern: Die Brille sollte nicht beschlagen.

Sie muss ausreichend filtern. Einlagige Stoffmasken haben keinerlei Eigen- oder Fremdschutz. Besser sind zweilagige Stoffmasken. Noch besser schützen die „OP-Masken“ nach DIN 14683. Bestmöglichen Schutz bieten FFP2-, KN96- oder N95-Masken. Dabei sollte man darauf achten, dass die Masken kein Ausatemventil haben, sonst schützen sie unser Gegenüber nicht.

3 2 | Bürgertest, Schnelltest & PCR-Test | Medicare Covid-Testzentrum

Beim Kauf von OP-Masken sollte man darauf achten, dass irgendwo auf der Verpackung die DIN-Norm steht. Das ist meist nicht der Fall, die meisten dieser Masken sind auch nicht viel sicherer als eine doppellagige Stoffmaske. Bei FFP-2-Masken sollte ein CE-Siegel sichtbar sein. Um dieses Siegel zu erhalten, müssen die Masken nämlich geprüft sein. Unter Anderem auf Dichtigkeit und ob sie auch wirklich mindestens 94% der Partikel aus der Luft auffangen. Neben dem Siegel sollte eine 4-stellige Nummer stehen. Die Nummer steht für die Prüfstelle, die die Masken geprüft hat. Es gibt nämlich auch gefälschte CE-Kennzeichen.